Haus & Hof
 
Das Gutshaus stammt schätzungsweise aus dem 17.Jahrhundert, wobei das genaue Baujahr nicht ermittelt werden konnte. Es handelt sich dabei um ein U-förmiges Gebäude bestehend aus dem Haupthaus und zwei symmetrisch angesetzten Flügeln.In einer 1799 abgeschlossenen Brandversicherung ist das Haus bereits in seiner jetzigen Form dargestellt, da die Flügel aber offensichtlich zu einem späteren Zeitpunkt an das Gebäude gesetzt worden sind, ist das Haupthaus wahrscheinlich wesentlich älter.

Das Gebäude wurde als Fachwerkhaus aus Eichen-, Kiefer- und Lärchenholz errichtet.Die Fundamente sind aus einseitig behauenen Feldsteinen gemauert und im Bereich des Kellers durchschnittlich einen Meter dick. Die Fenster- und Türleibungen im Keller sind aus handgestrichen Ziegeln im Barockformat hergestellt.
Die Fächer der Außenwände sind ebenfalls mit handgestrichenen Ziegeln der verschiedensten Formate mit einem reinen Kalkmörtel ausgefacht. Die Innenwände bestehen zum Teil aus Mauerwerk und zum Teil aus Fachwerkwänden, die mit Lehmziegeln, Lehmwickeln oder Ziegeln gefüllt worden sind.

Interessant ist der Dachstuhl des Haupthauses, der zwischen handbehauenen Eichensparren in einem Abstand von ca. 1,6m jeweils einen Sparren aus Kiefernholz aufzuweisen hat. Dies deutet darauf hin, dass das Gebäude zu einem viel früheren Zeitpunkt wahrscheinlich einmal eine Dacheindeckung aus Stroh oder Reet hatte, bei der sich solche großen Sparrenabstände finden, da diese Eindeckung wesentlich leichter als die jetzt vorhande Ziegeldeckung war. Die Kiefernsparren wurden dann bei der Neueindeckung des Gebäudes mit handgestrichenen Bieberschwanzziegeln in Kronendeckung dazwischen gesetzt, um Durchbiegeungen zu vermeiden.
Die Dachstühle der Seitenflügel bestehen jeweils aus behauhenen Kiefernsparren. Auf dem Dach befinden sich einige kleine Spitz- und Fledermausgauben sowie ein großer Mittelrisalit aus den 20-iger Jahren, der von zwei Schleppgauben flankiert ist.

Viele Details im und am Haus wie z.B. die Form der Fenster und Innentüren, der Treppen und der Treppengeländer stammen aus dem letzten größeren Umbau in den 20-iger Jahren des letzten Jahrhunderts.

Zum Gut gehörten außerdem noch mehrere große Stallungen und Scheunen, von denen jedoch nur noch eine Durchfahrtsscheune in der Nachbarschaft und ein Stall aus Backstein unmittelbar neben dem Haus erhalten ist.Ein weiteres Stallgebäude wurde 1999 abgerissen nachdem sich kein Nutzer mehr fand.

Das bestehende Stallgebäude hat Außenmaße von ca. 20 x 40m und zwei Geschosse, wobei das Dachgeschoß früher als Lagerraum genutzt wurde. Die Wände bestehen aus Backsteinmauerk, die Decke über dem Erdgeschoß ist eine massive Betondecke.Die Außenwände sind mit gelben und roten Ziegelsteinen so gestaltet,dass Pfeiler und Gesimse hervorgehoben werden. Das Gebäude wurde im Gutsbetrieb als Pferdestall genutzt, im hinteren Bereich ist eine Stellmacherwerkstatt untergebracht gewesen.

2007 wurde außerdem auf dem Gelände ein Lehmbackofen nach historischem Vorbild errichtet. Auf einem Sockel aus Feldsteinen steht ein Gewölbe aus Schamott, welches mit einer 20cm dicken Schicht aus Strohlehm bedeckt ist.
Die Ansichten sollen ein Bild von den Gebäuden vermitteln.